Händler in Deutschland spüren den Druck. Sie kämpfen mit hohen Energie- und Transportkosten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an schnelle Lieferungen. Ein komplexes Retourenmanagement ist auch eine Herausforderung. Deshalb wenden sich viele an Logistikberater, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Logistikberater bringen bewährte Methoden mit. Das gilt sowohl für kleine als auch für große Online-Shops. Sie optimieren Abläufe, senken Kosten und verkürzen Lieferzeiten.
Dieser Artikel erklärt die Rolle von Logistikberatern und ihre Vorteile. Wir zeigen auch wichtige Kennzahlen auf. Am Schluss erfahren Sie, wie Sie den richtigen Berater finden und den Erfolg messbar machen.
Warum sind Logistikberater für Händler sinnvoll?
Logistikberater bringen Spezialwissen in Geschäftsabläufe, Lagerung, Transport und Retouren. Sie unterstützen Händler dabei, ihre Prozesse genau zu prüfen. So können sie Verbesserungen planen. Eine externe Sicht eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten, die intern oft verborgen bleiben.
Definition und Rolle von Logistikberatern
Logistikberater sind externe Experten oder Firmen mit Know-how in Beschaffung und Lagerlogistik. Ihre Aufgabe ist es, Betriebsabläufe zu analysieren. Sie entwickeln Strategien zur Verbesserung und helfen bei der Umsetzung, wie der Einführung von WMS.
Sie nutzen verschiedene Methoden, z.B. Prozess-Mapping, um Abläufe zu verbessern. Berater schulen auch Mitarbeiter. Sie nutzen Erfahrungen aus anderen Sektoren, um rasche Fortschritte zu erzielen.
Typische Einsatzbereiche im Handel
Logistikberater werden für unterschiedliche Aufgaben im Handel gebraucht. Zum Beispiel helfen sie bei der Optimierung des Lagers. Dabei ändern sie das Layout oder wählen neue Kommissionierstrategien.
Sie arbeiten auch an der Bestandsführung und der Vorhersage von Bedarfen. Zudem verbessern sie Retourenprozesse und Transport. Für Omnichannel-Strategien wie Click & Collect planen sie speziell.
Unterscheidung zu internen Logistikrollen und Dienstleistern
Externe Berater bieten unabhängige Bewertungen und bringen vielfältige Erfahrungen mit. Sie unterscheiden sich von internen Logistikrollen, die operativ arbeiten. So sorgen sie für eine langfristige Umsetzung der Pläne.
Im Vergleich zu Logistikdienstleistern wie 3PL und 4PL übernehmen Berater meist keine operativen Tätigkeiten. Sie beraten strategisch, handeln SLAs aus und empfehlen Geschäftspartner.
Vorteile für Händler: Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung
Ein externer Logistikberater bringt Händlern große Vorteile. Er zeigt, wie man effektiver arbeitet und dabei spart. Diese Verbesserungen sichern einen Vorsprung im Wettbewerb und eine schnellere Kundenbedienung.
Prozessanalyse und Identifikation von Schwachstellen
Alles beginnt mit der Datenerfassung. Wichtige Daten sind Durchlaufzeiten, Fehlerraten und die Zeit für das Zusammenstellen von Bestellungen. Berater organisieren Workshops und untersuchen die Abläufe direkt im Unternehmen.
Oft findet man Probleme wie schlecht geplante Wege beim Zusammenstellen von Bestellungen. Fehler bei diesem Vorgang führen zu Mehrarbeit. Das kostet Zeit und Geld.
Maßnahmen zur Verbesserung sind vielfältig. Sie reichen von der Einführung einheitlicher Prozesse bis zur Optimierung der Verpackung. Solche Veränderungen steigern die Effizienz der Logistik schnell und spürbar.
Optimierung von Lagerhaltung und Bestandsmanagement
Methoden wie ABC/XYZ-Analysen helfen, Artikel richtig zu priorisieren. Sicherheitsbestände werden klug gewählt. Für bestimmte Artikelgruppen nutzt man Just-in-Time-Lieferungen.
Technische Hilfsmittel verbessern den Lagerbetrieb. Dazu gehören Programme zur Vorhersage von Bestellungen und automatische Sortiersysteme. Weniger Kapital wird im Lager gebunden und die Kosten für Lagerflächen sinken.
Diese Verbesserungen optimieren Lager und Bestandsmanagement. Sie sorgen dafür, dass immer genug Ware verfügbar ist, ohne dass zu viel auf Lager ist.
Reduzierung von Lieferzeiten und Logistikkosten
Um Kosten zu senken, werden Lieferwege klug geplant. Berater helfen auch bei Gesprächen mit Paketdiensten. So werden Versandkosten niedriger und Pakete kommen schneller an.
Durch den Einsatz verschiedener Lieferdienste und lokaler Verteilzentren werden Waren schneller versandt. Ziel ist es, die Zustellung zu beschleunigen und dabei Kosten zu sparen.
Die Folge sind zufriedenere Kunden durch schnelleren Versand.
Skalierbarkeit bei saisonalen Schwankungen
In Stoßzeiten bereiten sich Händler mit flexiblen Lösungen vor. Dazu zählen zusätzliche Lagerflächen und Zeitarbeiter. Verträge mit Logistikunternehmen passen sich schnell dem Bedarf an.
Um für Spitzenzeiten wie den Black Friday gerüstet zu sein, werden Szenarien durchgespielt. So bleibt der Service auch in stressigen Zeiten gut und es entstehen keine unnötigen Überkapazitäten.
Diese Strategien helfen, auch in hektischen Zeiten den Überblick zu bewahren. Sie sorgen für eine gute Verfügbarkeit und unterstützen eine effiziente Kostenstruktur.
Praxisbeispiele und Erfolgskennzahlen für Händler
Wir zeigen Beispiele, die deutlich machen, wie Beratung die Logistik verbessert. Händler lernen, ihre Aktionen mit klaren Zahlen zu beurteilen und anzupassen. Dabei achten wir besonders auf wichtige Logistik-KPIs im Handel, um operative und finanzielle Ergebnisse zu zeigen.
Typische KPIs: Durchlaufzeit, Lagerumschlag, Fehlmengenkosten
Von Wareneingang bis Versand misst die Durchlaufzeit die benötigte Zeit. Die Zeit kann durch bessere Abläufe oft um 20 bis 50% kürzer werden. So wird die Durchlaufzeit eine wichtige Kennzahl.
Der Lagerumschlag zeigt, wie schnell Lagerbestände verkauft werden. Ein schneller Lagerumschlag hilft, weniger Geld in Lagerbestände zu binden und spart Kosten.
Fehlmengenkosten bedeuten verlorene Verkäufe und Extraausgaben für schnelle Nachbestellungen. Bessere Planung und Sicherheitsbestände helfen, diese Kosten zu senken.
Logistik Fallbeispiele Einzelhandel
Ein Filialunternehmen wechselte zu Cross-Docking und zentralem Replenishment. Dadurch sanken die Lagerkosten, und die Lieferungen zu den Filialen wurden schneller. Das Niveau des Kundenservices blieb gleich.
Ein Onlinehändler führte ein Warehouse-Management-System und Multi-Carrier-Versand ein. Fehler bei der Warenzusammenstellung wurden weniger, die Bearbeitungszeit verkürzte sich. Außerdem sparten sie bei den Versandkosten durch eine bessere Auswahl der Versandunternehmen.
Bei der Bewältigung von Retouren half ein standardisiertes Verfahren, die Kosten zu reduzieren und mehr zurückgesandte Waren wieder zu verkaufen. Diese Beispiele zeigen, wie man Effizienz im Einzelhandel steigert.
Erfolge Logistikberatung
Durch Beratung sparen Unternehmen bei Fracht, Lagerraum und Personal. Sie erreichen oft eine deutliche Kostensenkung, während der Service gleich gut bleibt.
Die Kundenzufriedenheit und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren, verbessern sich. Ein besseres Management von Lieferproblemen und mehr Transparenz bei Daten helfen bei Entscheidungen.
Mit zusätzlichen Maßnahmen wie Change-Management und Schulungen wird der Erfolg dauerhaft. Durch regelmäßiges Überprüfen der KPIs können Unternehmen ihre Ergebnisse langfristig verbessern.
Wie Händler den passenden Logistikberater auswählen
Zuerst sollten Händler die Branchenkenntnisse des Beraters prüfen. Erfahrung in Einzelhandel und E‑Commerce hilft, Omnichannel-Anforderungen zu verstehen. Wichtig sind auch Praxisfälle und überprüfbare Ergebnisse.
Methodische Kompetenz ist entscheidend. Kenntnisse in Lean, Six Sigma und bei WMS-Implementierungen zeigen, wie Probleme gelöst werden. Technische Fähigkeiten, etwa bei ERP-Integrationen, sind für Erfolg ausschlaggebend.
Der Auswahlprozess startet mit Zielen und KPIs. Bei Angebotsbewertungen zählen Methodik und Zeitplan viel. Ein Pilotprojekt erlaubt, den Berater praktisch zu testen.
Wichtige Vertragspunkte sind Meilensteine und Reportingpflichten. Auch die kulturelle Passung und Change-Management sind für Erfolg wichtig. Für nachhaltige Erfolge sollten Händler langfristige Partnerschaften in Betracht ziehen.







